
Die gemeinsame Idee, einen Verein ins Leben zu rufen, der dem Schach als auch dem Skatspiel gerecht wird, war das Ziel von sechs Schach- und Skatfreunden die sich im Jahre 1946 zusammentaten, um dieses Vorhaben zu realisieren. Georg Schwechheimer, Erhard Schönhöfer, Helmut Walter, Karl Schmidt, Ludwig Billmeyer und Josef Wühl waren die Initiatoren, die den interessierten Personenkreis zu jener historischen Gründungsversammlung im Altlußheimer Gasthaus "Zum Hirsch" eingeladen hatten.
Am 24. Oktober 1946 wurde schließlich von 16 anwesenden Personen in einer konstituierenden Versammlung der neue Schach- und Skatclub Altlußheim gegründet. Der erste Vorstand des jungen Clubs bestand aus Georg Schwechheimer (1. Vorsitzender), Albert Müller (2. Vorsitzender), Helmut Walter (Schriftführer), Julius Lauer (Kassier), Stefan Hambsch (Spielleiter), Karl Schmidt (1. Beisitzer) und Johann Stephan (2. Beisitzer). Außerdem wurde der Beschluß gefaßt, die künftigen Spielabende und sonstige Vereinsaktivitäten im Gasthaus, "Zum Hirsch" auszutragen .
Nachdem die Formalitäten der Vereinsgründung erledigt waren, fiel der Startschuß für die ersten Clubturniere. Hierbei durften sich im Gründungsjahr 1946 Stefan Hambsch im Schach und Jakob Lehmann im Skat als erste Vereinsmeister eintragen.
Aber auch im kulturellen Bereich konnte der Schach- und Skatclub Akzente setzen. So wurden die organisierten Maskenbälle im großen Saal des Clublokales ein Markenzeichen des Vereins. Die gleichen Räumlichkeiten nutzte man auch für Varieteveranstaltungen, wofür man namhafte Künstler gewinnen konnte. Diese gesunde Mischung aus spielerischen und geselligen Aktivitäten führte zu einem starken Anstieg der Mitgliederzahl.
In dieser Zeit der Währungsreform konnte die Schachabteilung mit bis zu drei Mannschaften an Freundschaftsspielen antreten. Bei Wettkämpfen gegen die umliegenden Schachclubs aus Hockenheim, Ketsch, Brühl, Schwetzingen, Plankstadt und Oftersheim wurden wechselnde Ergebnisse erzielt. Erwähnenswert wäre auch die Abwicklung der damaligen Schach-Blitzturniere bis zum Anfang der 70er Jahre. Da man in dieser Zeit noch keine Schachuhren besaß, mußte der Spielleiter im 5-Sekunden-Takt mit abwechselnden Aufforderungen "Weiß zieht" und "Schwarz zieht" die Turnierpartien über die Bühne bringen.
Man kann sich vorstellen, daß es bei dieser Methode zu erheblichen Schwierigkeiten kam,doch irgendwie wurden sich die teilnehmenden Spieler immer einig, so daß man schließlich jedes Turnier in einem fairen und geregelten Rahmen über die Runden brachte.
Auch das Skatspielen wurde nicht vernachläßigt. Der gleiche Personenkreis wie beim Schach war auch hier aktiv. Viele Skatturniere wurden alljährlich durchgeführt, so daß man mit der Entwicklung des Vereins sehr zufrieden sein konnte.