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Hauptversammlung des Schach- und Skatclub beschließt viele Neuerungen

Montag, 5. August 2013
Zahlreiche und teilweise grundlegende Änderungen beschlossen die Mitglieder des Schach- und Skatclubs bei der Jahreshauptversammlung. Die nächste Hauptversammlung wird nicht im Juli 2014, sondern bereits im Januar nächsten Jahres stattfinden. Grund dafür ist die Umstellung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr. Ab der kommenden Jahreshauptversammlung werden alle weiteren mit gewohntem Einjahresabstand zum Anfang des Jahres abgehalten werden. Aufgrund der besonderen Situation beschloss man jedoch, bei der im Januar anstehenden Versammlung ausnahmsweise auf Neuwahlen zu verzichten und damit die Amtsperiode der Vorstandschaft auf anderthalb Jahre zu verlängern. Ab Januar 2015 wird auch dies wieder der gewohnten Frequenz folgen und auf jeder weiteren Hauptversammlung wird es Neuwahlen geben.

Des Weiteren musste auch neuen Regelungen im Zahlungsverkehr Rechnung getragen werden. Die Mitgliedsbeiträge müssen bald nach dem neuen SEPA-Verfahren eingezogen werden. Mit dieser Neuerung beschloss man auch eine Korrektur in Bezug auf den Termin des Beitragseinzuges durchzuführen. Seit Jahren erhebt der SSC seine Mitgliedsbeiträge nachträglich im Januar oder Februar jeden Jahres für das vorhergehende Jahr. Dies führte immer wieder zu Diskussionen, als sich bereits ausgetretene Mitglieder wunderten, warum Geld von ihrem Konto abgebucht wurde. Daher soll der Beitrag für 2013 bereits im Oktober diesen Jahres und dann Anfang nächsten Jahres der Beitrag für 2014 erhoben werden. Auch hier folgt man dann dem jährlichen Rhythmus, lediglich mit dem Unterschied, dass im Voraus und nicht im Nachhinein abgebucht wird. Einmalig ergibt sich damit natürlich die ungünstige Situation, dass alle Mitglieder innerhalb von zwölf Monaten dreimal ihren Beitrag zahlen müssen. Die Mehrheit der Anwesenden hielt diesen Schritt jedoch für sinnvoll und stimmte dem Antrag zu.

Die Jahreshauptversammlung begann mit einer Gedenkminute für das verstorbene Ehrenmitglied Egon Langlotz.

Anschließend berichtete der 1. Vorsitzende Rainer Molfenter über alle wichtigen Ereignisse des vergangenen Geschäftsjahres.

Was das Geschehen am Schachbrett betrifft, ergab der Bericht des zuständigen Spartenleiters Georg Prassas noch genauere Informationen.

Das unerfreulichste schachliche Ereignis war der Abstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksklasse. Für die nächste Saison nannte der den direkten Wiederaufstieg als Ziel. Die größtenteils noch recht junge 2. Mannschaft hielt in der Kreisklasse A trotz zahlreicher Ausfälle einen Platz im Mittelfeld. Die besagten Ausfälle zogen jedoch die 3. Mannschaft, aus deren Reihen die Lücken in den höheren Mannschaften gestopft werden mussten, in Mitleidenschaft, sodass sie in der B-Klasse mit einem einzigen Punkt den letzten Rang belegte. Daher wurde für die nächste Verbandsrunde keine eigene 3. Mannschaft mehr gemeldet, sondern eine Spielgemeinschaft mit der 3. Mannschaft des Schachclubs Reilingen beschlossen.

Für die Skatabteilung, für die die Position des Spartenleiters unbesetzt war, gab der 1. Vorsitzende bekannt, was ihm Klaus Langlotz, der diesen Bereich kommissarisch verwaltete, aber bei der Hauptversammlung verhindert war, im Vorfeld mitgeteilt hatte. In diesem Bereich wurde die Vereinsmeisterschaft erstmals als offene Meisterschaft gespielt, bei der auch Externe gewinnen können. Dies steht im Zusammenhang mit dem altbekannten Problem dieser Sparte, dass der SSC kaum noch eigene aktive Skatspieler in seinen Reihen hat und unter den Teilnehmern der Skatturniere nur zwei eigene Mitglieder zu finden sind.

Jugendleiter Simon Rauchholz konnte ebenfalls nicht erscheinen. Auch er hatte seinen Bericht dem 1. Vorsitzenden zukommen lassen, sodass er ihn vor den versammelten Mitgliedern verlesen konnte. Darin erklärte er, dass im Jugendtraining derzeit ein großer Unterschied in Bezug auf die Spielerfahrung herrsche und daher weitere Beteiligung der Aktiven wünschenswert sei, um kleinere Gruppen bilden und so ein angemessenes Training für alle Spielstärken gewährleisten zu können. Von der geplanten Spielgemeinschaft mit dem Schachclub Reilingen erhofft er sich, dass die Jugendlichen, die nächstes Jahr für Reilingens 3. Mannschaft spielen sollen, dort nun ausreichende Spielerfahrung bekommen werden. Die Tendenz im Jugendbereich bezeichnete er als generell rückläufig. Als Lösung schlug er eine Kooperation mit den örtlichen Schulen in Form einer Schach-AG vor. Eine Person, die in die Schulen gehen und eine solche AG leiten würde, fehlt jedoch derzeit.

Der Kassier konnte berichten, dass es keine großen finanziellen Schwankungen gegenüber dem Vorjahr gab. An dieser Stelle merkte der 1. Vorsitzende an, dass für die Anschaffung neuer Schachuhren kein Zuschuss vom Sportbund gewährt wurde, da dieser nur noch Geräte über 2000 Euro bezuschusst.

Kassenrevisor Steffen Dussel bescheinigte eine einwandfreie Kontoführung. So wurden der Kassier und danach auch die gesamte Vorstandschaft einstimmig entlastet.

Bei den nun folgenden Neuwahlen wurden alle Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt. Deren neue und alte Zusammensetzung lautet: 1. Vorsitzender: Rainer Molfenter, 2. Vorsitzender: Clemens Scheck, Spartenleiter Schach: Georg Prassas, Spartenleiter Skat: Der Posten bleibt vakant und die Sparte wird weiterhin kommissarisch von Klaus Langlotz geleitet, Kassenprüfer: Marcus Roth, Schriftführer: Alexander Pollmann, 1. Beisitzer: Daniel Molfenter, 2. Beisitzer: Jan Reinhard. Als Kassenprüfer (gemäß Satzung kein Vorstandsamt) wurde Steffen Dussel bestätigt.

Unter dem Punkt "Verschiedenes" wurde eine Änderung im Modus des Vereinsturniers besprochen. Durch die Aufteilung in zwei oder drei Gruppen, je nach Teilnehmerzahl, soll gewährleistet werden, dass meist Spieler mit vergleichbarer Spielstärke aufeinander treffen. Davon profitierten auch oder sogar gerade die schwächeren Spieler, da dann jeder die Chance hätte, in seinem Turnier einen der vorderen Plätze zu belegen. Außerdem beschlossen die Mitglieder, dass die größtenteils aus Jugendspielern 3. Mannschaft in der kommenden Saison in einer Spielgemeinschaft zusammen mit den Nachwuchsspielern des Schachclub Reilingen antreten soll.
Nach einem langen und diskussionsreichen Abend konnte der wiedergewählte 1. Vorsitzende die Mitglieder schließlich in der Überzeugung, dass der Verein für das neue Geschäftsjahr gut aufgestellt ist, nach Hause entlassen.


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